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| Bisherige Projekte | Demokratisches Handeln in Betrieb und Gesellschaft | Ausgangslage | ||||
| Ausgangslage und Kernproblem der Zielgruppe | ||||
| Für benachteiligte Jugendliche, besonders in der Jugendstrafanstalt stellt die Entwicklung politischer und sozialer Kompetenzen einen entscheidenden Schlüssel für ihre (Re-)Integration in die Gesellschaft und die Vermeidung gewalttätigen, fremdenfeindlichen und extremistischen Verhaltens dar. Für sie sind demokratische Werte, Regeln und Gesetze durch ihren individuellen Erfahrungshintergrund zumeist negativ besetzt und in ihren Begründungszusammenhängen nicht verständlich. Die Vielfalt der Lebensformen und Kulturen wirkt auf sie eher bedrohlich. Auftretende Interessenkonflikte regeln sie zumeist mit den untauglichen Mitteln der Gewalt bzw. der Vermeidung. Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit bieten ihnen die Legitimation für ihr Verhalten, da sie ihnen Deutungsmuster und Begründungen für ihre Untauglichkeit soziale Situationen zu bewältigen und gleichzeitig entsprechend einfache Lösungsstereotype anbieten: Gewalt, Aggressivität, eindeutige Strukturen in autoritären, haltgebenden Gruppen. Das mit ihnen arbeitende Personal empfindet ihr abweichendes Verhalten und Handeln als störend bzw. dissozial. Es fehlt an Strategien, adäquat darauf zu reagieren. Oft stehen nicht divergierende Interessen und deren demokratische Konfliktlösung im Mittelpunkt, sondern die wahrgenommene Störung im Verhalten der Zielgruppe. Sie wird durch deren untaugliche Bearbeitung nicht nur verstärkt, sondern es fehlt weiterhin an Situationen in denen demokratische Deutungsmuster und Verhaltensalternativen erprobt und bewertet werden können. Der Problemdruck wird nicht abgebaut sondern größer, Sozialisationsdefizite werden nicht bewältigt. |
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