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Pressemitteilungen - Online Educa Berlin 2007 |
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| 30.11.2007 | ||||
| eChalk und Web 2.1 | ||||
| Online Educa Workshop"Research on E-Learning at Berlin's Universities" | ||||
| Vom 28. bis 30. November fand in Berlin erneut der weltgrößte Kongress zum Thema E-Learning, die Online Educa Berlin statt. Wie auch in den vergangenen Jahren veranstaltete das an der TU Berlin angesiedelte IBI - Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft einen Workshop, dieses Jahr zum Thema "Research on E-Learning at Berlin's Universities". Experten aus neun Ländern trafen sich hierzu einen Tag lang im Hauptgebäude der TU und verfolgten interessiert die Vorträge überwiegend junger Berliner Forscher, die die Ergebnisse ihrer Dissertationen - teils zum ersten Mal - einem internationalen Publikum vorstellten. Die anschließenden Diskussionen förderten auch erheblichen Frust engagierter Verfechter von E-Learning zu Tage, denen die Einbindung digitaler Medien in die Lehre nicht schnell und unproblematisch genug vonstatten geht. Die präsentierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben beleuchteten Gebiete aus dem schulischen, Berufsbildungs- und Universitätssektor: Dr. Lars Knipping vom Institut für Mathematik an der TU Berlin präsentierte die Möglichkeiten und Erfolge des Einsatzes der elektronischen Kreide "eChalk" in Vorlesungen. Dr. Christian Pfeffer-Hoffmann vom IBI zeigte die Schwierigkeiten für benachteiligte Zielgruppen auf, an der digitalen Entwicklung im Bildungssektor teilzuhaben, da nicht genügend adäquate E-Learning-Produkte auf dem Markt seien. Jesko Kaltenbaek vom Center for Media Research der FU Berlin hob unter dem Begriff Web 2.1 die Bedeutung von Tutoren im Lernprozess hervor. Studierende wären bei der Nutzung von sogenannten Web 2.0-Anwendungen oftmals hilflos und benötigten die Unterstützung erfahrener Lehrpersonen bei der Organisation digital gestützter Kommunikations- und Gruppenarbeitsprozesse. Aus dem Publikum wurden Beispiele eingebracht, die darüber hinaus zeigten, dass Lernende digitale Medien und Werkzeuge nur akzeptierten, wenn sie einen deutlichen Mehrwert gegenüber "klassischen" Medien und Arbeitsweisen böten. Professor Robert Strzebkowski von der Technischen Fachhochschule Berlin stieß im Zuge seiner Evaluation einer Lern-CD-ROM für die Berufliche Bildung auf das Problem, dass Berufsschülern im Gegensatz zu Abiturienten im Unterricht zu wenig geholfen würde, ihr Lern- und Wissensmanagement der durch Computer und Internet stark gewandelten Informationswelt anzupassen. Thomas Seidel vom Cornelsen Verlag zeigte mit seiner Untersuchung zweier Laptop-Schulen und deren unterschiedlichen Einsatzstrategien, dass für den flächendeckenden Computerunterricht noch keine optimalen Nutzungskonzepte gefunden wurden. Gleichwohl werden die Laptops als ständig verfügbares Werkzeug bei Lehrern und Schülern als Bereicherung angesehen. Gene Strasbaugh, Musiklehrer am Berliner Leonardo-da-Vinci-Gymnasium beleuchtete die Hürden, die den Einsatz von digitalen Medien im Musilunterricht nach wie vor erschweren: Fokus des Unterrichts auf den Lehrplan, wenige adäquate Software-Angebote sowie Finanz- und Raumnot. Generell deckten sich die Ergebnisse mehrerer Forscher mit den Erfahrungen der Zuhörer, dass nach wie vor die Zurückhaltung und Skepsis vieler Lehrender gegenüber den digitalen Medien die breitere Nutzung von E-Learning hemmt. "Die Alten müssen erst sterben, damit die Nachwachsenden die neuen Methoden wie selbstverständlich einführen" fürchtete ein Experte aus Südafrika. Prof. Wilfried Hendricks, Leiter des IBI, äußerte seine Hoffnung, dass die Entwicklung schneller voran käme, gab den Workshop-Teilnehmern aber auch die Aussicht mit auf den Weg, dass noch viel Forschungs- und Überzeugungsarbeit vor allen lägen, bis erfolgreiche Projekte wie die von Sabine Schweder (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung) präsentierte virtuelle Lernumgebung SCHOLA 21 ein ganz normaler Bestandteil im Bildungsprozess seien. |
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