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Die Freude war groß bei den Vertretern des Entwicklerteams, darunter das IBI - Institut für Bildung in der Informationsgesellschaft: Gegen starke Konkurrenz von Fernsehproduktionen, die nur schwer mit ihrem Produkt vergleichbar waren, hatte ihre Multimedia-DVD einen Europäischen Medienpreis errungen. Im altehrwürdigen Senatssitzungssaal des Wiener Rathauses verlieh die European Society for Education and Communication (ESEC) am 10.10.2008 den Special Award in der Kategorie "Education" an die sehr ambitionierte DVD "Krieg in den Medien".
Wie werden kriegerische Auseinandersetzungen in Fernsehnachrichten, Spielfilmen und Computerspielen dargestellt? Wie werden diese Medien produziert? Welche Wirkung haben Bilder, Kommentare und Dialoge auf den Konsumenten? In "Krieg in den Medien" wird Jugendlichen die komplexe Verflechtung von Medien und Krieg in Film-, Bild- und Tonbeispielen, Experteninterviews und zielgruppengerecht aufbereiteten Texten vermittelt. Die Nutzer können sich über Themen wie Propaganda, Inszenierung, Nachrichtenproduktion, Gamedesign oder vermeintliche Darstellung von Realität informieren. Aufgaben zu jedem Bereich ermöglichen es, eigenständig zentrale Aspekte der DVD zu vertiefen.
Im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gestalteten die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF), die Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) und das IBI die DVD. Im Fokus der Arbeiten des IBI lag die didaktische Begleitung des Projekts. Hierzu zählten die Produktion einer Handreichung für Pädagogen sowie die Erstellung von Arbeitsbögen und in die DVD eingebetteten Aufgaben. Daneben beriet das IBI das Entwicklerteam bei Fragen des Aufbaus und der Funktionalitäten der DVD und führte technische Tests durch. Dabei schöpften die IBI-Mitarbeiter aus dem Fundus an Erfahrungen, den sie über viele Jahre durch die intensive Begutachtung von digitalen Bildungsmedien aufbauen konnten: Seit 1995 richtet das IBI selbst mit dem Deutschen Bildungsmedien-Preis digita einen der wichtigsten Wettbewerbe der Branche aus. Prof. Dr. Wilfried Hendricks, Leiter des IBI, bemerkte "Es ist schon ein angenehmes Gefühl, einmal ausgezeichnet zu werden und nicht selbst Preise zu überreichen. Es ist sehr schade, dass "Krieg in den Medien" nicht am digita teilnehmen kann, aber wir können ja schlecht unser eigenes Produkt ehren."
Beim abendlichen Empfang in der Botschaft des diesjährigen EuroMedia-Award-Partnerlandes Tschechien konnten die Entwickler erfreut feststellen, dass ihr Produkt nicht nur die Jury, sondern auch andere Preisträger überzeugt hatte. Vielfach wurde das Bedauern ausgedrückt, dass die DVD nur in Deutsch und nicht in weiteren europäischen Sprachen vorläge, um sie in anderen Ländern einsetzen zu können. Bedarf für ein derartig hochwertiges Lehr-/Lernmedium zur Friedens- und Medienerziehung gäbe es allenthalben.
Die DVD ist über Bundeszentrale für politische Bildung gegen eine geringe Schutzgebühr zu beziehen.
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